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Beiträge zur Theorie  










Thieß Petersen

Subjektive Voraussetzungen für die Transformation der kapitalistischen Gesellschaft

Nicht erst seit dem Scheitern des real existierenden Sozialismus stellt sich die Frage, ob die dortige Konstruktion eines postkapitalistischen Gesellschaftssystems aufgrund der fehlenden ökonomischen Grundvoraussetzungen zu früh stattfand. Bekanntlich geht Marx von der Überzeugung aus, daß die Abschaffung der kapitalistischen Produktionsweise inklusive der erfolgreichen Etablierung einer neuen Gesellschaftsform nur zustande kommen kann, wenn ein hohes technisch­organisatorisches Niveau der materiellen Produktion vorliegt. Die angestrebte gesellschaftliche Veränderung verlangt vor allem die Steigerung der Produktivkräfte der Arbeit, also eine technische Weiterentwicklung. Im "Kapital" stellt Marx bezüglich der Produktion "frei vergesellschafteter Menschen unter deren bewußter planmäßiger Kontrolle" (MEW 23, S. 94) unmißverständlich fest: "Dazu ist jedoch eine materielle Grundlage der Gesellschaft erheischt oder eine Reihe materieller Existenzbedingungen, welche selbst wieder das naturwüchsige Produkt einer langen und qualvollen Entwicklungsgeschichte sind." (MEW 23, S. 94).

Ohne eine entsprechende "materielle Entwicklung der Produktivkräfte und die Herstellung des Weltmarkts, die als materielle Grundlagen der neuen Produktionsform bis auf einen gewissen Höhegrad herzustellen" sind (vgl. MEW 25, S. 457), ist die Ersetzung der kapitalistischen Produktionsweise durch die von Marx angestrebte neue Gesellschaftsform nicht möglich. Daß diese materiellen Grundlagen schließlich von der kapitalistischen Produktionsweise bereitgestellt werden, steht für Marx aufgrund der im kapitalistischen System der Produktion mit zwingender Notwendigkeit auftretenden technischen Entwicklungstendenzen außer Zweifel, denn jeder Kapitalist ist "bei Strafe des Untergangs" dazu gezwungen, "seine Maschinerie mehr und mehr zu vervollkommnen" (MEW 20, s. 255). Dadurch, daß das kapitalistische Produktionssystem die "Entwicklung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit" vorantreibt, "schafft es unbewußt die materiellen Bedingungen einer höhern Produktionsform" (MEW 25, S. 269). Die materiellen Voraussetzungen für die Errichtung einer neuen Produktionsweise ergeben sich im Laufe der kapitalistischen Entwicklung als Konsequenz des durch den Konkurrenzdruck erzeugten Zwangs zur Mechanisierung und Innovation, so daß die Auflösung der kapitalistischen Produktionsform hinsichtlich dieser Erfordernis nur eine Frage der Zeit ist.

Dieser Aufsatz läßt im folgenden die produktionstechnologischen Rahmenbedingungen einer gesellschaftlichen Transformation unberücksichtigt und setzt sich stattdessen mit einer zusätzlichen Voraussetzung für gesellschaftliche Veränderungen auseinander, die in der Regel wenig Beachtung findet. Es handelt sich hierbei um die für radikale gesellschaftliche Umwandlungen erforderlichen Bedingungen, die auf der menschliche Seite vorliegen müssen. Die von Marx angestrebte Veränderung der Gesellschaft kann erst stattfinden, wenn neben der genannten technischen Entwicklung auch eine menschliche Reife im Bereich des Bewußtseins und der Bedürfnisse erfolgt.

Das menschliche Bedürfnis nach radikalen gesellschaftlichen Veränderungen

Die Bedeutung, die das Bewußtsein für das menschliche Handeln gemäß der Marxschen Anthropologie besitzt, wird von der Literatur häufig vernachlässigt. In der Regel wird der von Marx und Engels betonte Primat des Ökonomischen(1) dahingehend interpretiert, daß eine einseitige Determinierung des Bewußtseins durch die Ökonomie vorliegt. Dieser Interpretation folgend, bestimmt das ökonomische Sein das Bewußtsein, ohne daß letzteres seinerseits Einflüsse auf die ökonomische Struktur besitzt. Tatsächlich aber haben Marx und Engels trotz ihrer Betonung der ökonomischen Elemente den Einfluß des Überbaus auf die Basis, also auch des Bewußtseins auf die ökonomischen Verhältnisse, niemals geleugnet. Daß aus dem Hauptprinzip der Verursachung im Zeitablauf ein Prinzip wurde, welches einen ausschließlichen Erklärungsanspruch besitzt, wird von Engels mit Bedauern zur Kenntnis genommen:

"Daß von den Jüngeren zuweilen mehr Gewicht auf die ökonomische Seite gelegt wird, als ihr zukommt, haben Marx und ich teilweise selbst verschulden müssen. Wir hatten, den Gegnern gegenüber, das von diesen geleugnete Hauptprinzip zu betonen, und da war nicht immer Zeit, Ort und Gelegenheit, die übrigen an der Wechselwirkung beteiligten Momente zu ihrem Recht kommen zu lassen." (Engels an Bloch am 21./22.09.1890, MEW 37, S. 465).

Und im gleichen Brief schreibt Engels: "Nach materialistischer Geschichtsauffassung ist das in letzter Instanz bestimmende Moment in der Geschichte die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. Mehr hat weder Marx noch ich je behauptet. Wenn nun jemand das dahin verdreht, das ökonomische Moment sei das einzig bestimmende, so verwandelt er jenen Satz in eine nichtssagende, abstrakte, absurde Phrase." (Engels an Bloch am 21./22.09.1890, MEW 37, S. 463).

Das menschliche Bewußtsein ist daher für die Transformation der kapitalistischen Gesellschaft in die postkapitalistische Gesellschaftsform bedeutsam. So verlangt eine erfolgreiche Umformung der bestehenden Gesellschaft unter anderem "das kommunistische Bewußtsein" (MEW 3, S. 69) bei den Mitgliedern der bestehenden Gesellschaft. Deshalb weist Marx darauf hin, "daß, sowohl zur massenhaften Erzeugung dieses kommunistischen Bewußtseins wie zur Durchsetzung der Sache selbst eine massenhafte Veränderung der Menschen nötig ist" (MEW 3, S. 70). Dafür müssen sich die Menschen zunächst einmal darüber im klaren sein, daß sie Opfer der Entfremdung sind. Zusätzlich muß das Bedürfnis nach einer gesellschaftlichen Wandlung vorliegen, so daß Marx die folgende Feststellung treffen kann: "Eine radikale Revolution kann nur die Revolution radikaler Bedürfnisse sein" (MEW 1, S. 387). Ohne dieses Bewußtsein und das "Bedürfnis einer Veränderung der Gesellschaft"(2) (MEW 7, S. 87) ist der Umsturz der kapitalistischen Produktionsweise durch die Arbeiter nicht zu erwarten, denn "eine Arbeiterklasse, die aus Erziehung, Tradition, Gewohnheit die Anforderungen jener Produktionsweise als selbstverständliche Naturgesetze anerkennt" (MEW 23, S. 765), verspürt aufgrund dieser Sichtweise keine Veranlassung für eine gesellschaftliche Änderung.

Darüber hinaus sind ein gewandeltes Bewußtsein und neuartige Bedürfnisse für die Funktionsfähigkeit der postkapitalistischen Gesellschaft notwendig. Wenn die Tätigkeit der Menschen auch von der Anwendung des menschlichen Bewußtseins abhängt (vgl. MEW 3, S. 272), können andere als die in der kapitalistischen Gesellschaft auftretenden Handlungen nur erwartet werden, wenn ein verändertes Bewußtsein vorliegt. So weist Marx auf den Umstand hin, daß bei Menschen, die noch über die Einstellungen und Wertvorstellungen der kapitalistischen Produktionsweise verfügen, selbst in einer postkapitalistisch organisierten Gesellschaft eine Distribution gemäß des Bedürfnisprinzips nicht durchgeführt werden kann. Weil die neue "Gesellschaft ... eben aus der kapitalistischen Gesellschaft hervorgeht, also in jeder Beziehung, ökonomisch, sittlich, geistig, noch behaftet ist mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoß sie herkommt", muß die Distribution noch nach dem Leistungsprinzip erfolgen, d. h. es "erhält der einzelne Produzent - nach den Abzügen - exakt zurück, was er" der Gesellschaft gibt (vgl. MEW 19, S. 20). Die Funktionsweise einer Gesellschaft, die ein möglichst entfremdungsfreies menschliches Dasein zuläßt, basiert folglich auch auf einer vorher erfolgten 'Kulturrevolution'. Sie muß Werte wie das Leistungs- oder das Wettbewerbsprinzip ersetzen durch Werte der Gegenseitigkeit, der Zuwendung, der Gewaltlosigkeit, der Sensitivität und der Uneigennützigkeit. Ohne derartige neue gesellschaftliche Wertvorstellungen ist die von Marx angestrebte Gesellschaft der Zukunft funktionsunfähig.(3) Deshalb findet sich in den "Klassenkämpfen in Frankreich von 1848 bis 1850" auch das folgende Urteil:

"Die Revolution, die hier nicht ihr Ende, sondern ihren organisatorischen Anfang findet, ist keine kurzatmige Revolution. Das jetzige Geschlecht gleicht den Juden, die Moses durch die Wüste führt. Es hat nicht nur eine neue Welt zu erobern, es muß untergehen, um den Menschen Platz zu machen, die einer neuen Welt gewachsen sind." (MEW 7, S. 79).

Damit zeigt sich, daß sowohl die Schaffung der postkapitalistischen Gesellschaft als auch die Funktionsfähigkeit dieser neuen Gesellschaft entscheidend von dem Vorliegen neuer Bedürfnisse und eines neuen Bewußtseins abhängen und daß die Generierung einer funktionsfähigen postkapitalistischen Gesellschaft unter anderem "eine kulturelle Frage" (Strasser (1990), S. 536) ist. Wie aber kommt es in der kapitalistischen Gesellschaft zur Ausprägung dieser erforderlichen Bedürfnisse sowie dieses Bewußtseins? Nach der materialistischen Auffassung bezüglich der Entstehung menschlicher Bedürfnisse kann das Bedürfnis nach der Änderung der Gesellschaft erst auftreten, wenn die damit zusammenhängenden materiellen Gegebenheiten - zumindest teilweise - vorliegen. Bei Marx lassen sich zwei Mechanismen herauslesen, die in einer entfremdenden kapitalistischen Umgebung die genannten menschlichen Änderungen entstehen lassen können.

Gesellschaftliche Veränderungen als Resultat der zunehmenden Verelendung

Der erste Mechanismus, der zur Bildung des neuen Bewußtseins und des Bedürfnisses nach einer radikalen gesellschaftlichen Veränderung führt, verläuft über die Verelendung der Mehrheit der Menschen innerhalb einer kapitalistisch produzierenden Gesellschaft. Diese Idee findet sich bereits in den frühsten Schriften von Marx, in denen er eine radikale Veränderung der Gesellschaft erst dann für möglich hält, wenn die Mitglieder einer bestimmten Klasse "durch ihre unmittelbare Lage, durch ihre materielle Notwendigkeit, durch ihre Ketten selbst dazu gezwungen" (MEW 1, S. 390) werden. Hier geht es um die Überlegung, daß Menschen den Wunsch nach der Abschaffung der herrschenden Produktionsweise erst verspüren, wenn die negativen Konsequenzen dieser Produktionsweise für sie unerträglich werden. Die "soziale Revolution" erweist sich damit als "eine Protestation des Menschen gegen das entmenschte Leben" (MEW 1, S. 408). Wenn also das kapitalistische System der Produktion auf Seiten der Arbeiter inhumane, unerträgliche Lebensbedingungen schafft, dann sorgt dieser Umstand für die Generierung des Bedürfnisses nach der Abschaffung der kapitalistischen Produktionsweise. Die Notwendigkeit, mit der das kapitalistische System diese unerträglichen Existenzbedingungen produziert, wird von Marx durch "das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation" (MEW 23, S. 674) beschrieben:

"Wir sahen ... bei Analyse der Produktion des relativen Mehrwerts: innerhalb des kapitalistischen Systems vollziehn sich alle Methoden zur Steigerung der gesellschaftlichen Produktivkraft der Arbeit auf Kosten des individuellen Arbeiters, ... verstümmeln den Arbeiter in einen Teilmenschen, entwürdigen ihn zum Anhängsel der Maschine, vernichten mit der Qual seiner Arbeit ihren Inhalt, entfremden ihm die geistigen Potenzen des Arbeitsprozesses im selben Maße, worin letzterem die Wissenschaft als selbständige Potenz einverleibt wird; sie verunstalten die Bedingungen, innerhalb derer er arbeitet, unterwerfen ihn während des Arbeitsprozesses der kleinlichst gehässigen Despotie, verwandeln seine Lebenszeit in Arbeitszeit, schleudern sein Weib und Kind unter das Juggernaut Rad des Kapitals. ... Es bedingt eine der Akkumulation von Kapital entsprechende Akkumulation von' Elend. Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Brutalisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol, ..."(MEW 23, S. 676f.).

Aufgrund seiner ökonomischen Analysen kommt Marx zu der Schlußfolgerung, daß das kapitalistische System der Produktion durch die von ihm hervorgebrachten Existenzbedingungen bei der arbeitenden Masse das zur Veränderung der Gesellschaft erforderliche neue Bewußtsein bzw. Bedürfnis erzeugt und auch insofern seine "eigenen Totengräber" (MEW 4, S. 474) produziert. Diese optimistische Sichtweise Marx' enthält allerdings einige Schwächen, die ihrerseits die bisher noch nicht stattfindende Revolution durch die Arbeiterklasse erklären können.

Hierzu gehört zunächst einmal das Wesen der Verelendung im Sinne von Marx. Wenn Marx von einer Verelendung der Menschen spricht, so bezieht er sich bei diesem Urteil auf die von ihm vertretenen anthropologischen Idealvorstellungen, wodurch der Tatbestand der Verelendung nur zu einem geringen Teil auf der Entlohnung und dem materiellen Wohlstand der arbeitenden Menschen beruht. Verelendung meint zwar auch, aber eben keinesfalls ausschließlich, einen geringen materiellen Lebensstandard.(4) Umgekehrt bedeutet ein Ansteigen der Reallöhne nicht die automatische Verringerung der Verelendung, denn für eine derartige Verringerung müßten die Aspekte eines entfremdungsfreien Daseins verwirklicht werden. Wie das entfremdungsfreie Leben nach Überzeugung von Marx gestaltet ist, können zwei vereinfachende Kurzbeschreibungen aufzeigen. Nach Fetscher ist der Mensch für Marx ein schöpferisches, naturbeherrschendes, allseitiges, reiches Wesen (vgl. Fetscher (1984), S. 89). Und nach Ansicht Fromms vertritt Marx die These, daß der Mensch frei, vernünftig, tätig und unabhängig ist, seine Kräfte schöpferisch nutzt und zudem seine wahren menschlichen Bedürfnisse erkennt und verwirklicht (vgl. Fromm 1963, S. 64 f).

Aufgrund der materialistischen Auffassung des Menschen besteht allerdings ein Dilemma: Weil die Arbeiter im Kapitalismus unter anderem Opfer der entfremdeten Bedürfnisse sind und als solche primär auf die Höhe ihres Lohnes bzw. auf den materiellen Wohlstand blicken, nehmen sie die für Marx relevanten Aspekte der Verelendung gar nicht wahr. Solange der materielle Lebensstandard der Arbeiter, absolut betrachtet, ansteigt, wird den Arbeitern die eigene Verelendung nicht bewußt. Ohne diese Erkenntnis kann sich aber das Bedürfnis nach der Eliminierung der mit der Verelendung verknüpften Produktionsweise nicht entwickeln. Und selbst wenn die Arbeiter ihre eigene Verelendung wahrnehmen sollten, so garantiert dies noch lange nicht den Wunsch nach einer Veränderung der Gesellschaft. Wird die herrschende Produktionsweise als die einzig mögliche angesehen, werden alternative Systeme der Produktion gar nicht in Erwägung gezogen, so daß auch ein Bedürfnis nach der Etablierung einer neuen Produktionsweise nicht entstehen kann.

Neben diesen Aspekten, die das Bedürfnis nach radikalen gesellschaftlichen Veränderungen gar nicht erst aufkommen lassen, gibt es noch einen zweiten Einwand gegen die automatische Generierung des Bedürfnisses nach der Schaffung der neuen und im Sinne von Marx entfremdungsfreien bzw. -armen Produktionsweise. Gesetzt den Fall, die arbeitenden Menschen entwickeln aufgrund der von ihnen erfahrenen Lebensbedingungen tatsächlich das Verlangen, die vorherrschende Produktionsweise zu beseitigen, dann ist damit erst bekannt, was abgeschafft werden soll, ohne daß wir wissen, wie das neu zu Schaffende aussehen soll. Weil die arbeitenden Individuen der kapitalistischen Gesellschaft entfremdete Bedürfnisse besitzen, ist nicht anzunehmen, daß sie sich für eine Gesellschaft einsetzen, deren Ziel in der Ausweitung von Handlungen besteht, die sinnvolle, selbstbestimmte und fähigkeitsentwickelnde Tätigkeiten darstellen. Statt dessen ist vielmehr zu erwarten, daß in der von den arbeitenden Menschen angestrebten neuen Gesellschaft weiterhin die Befriedigung entfremdeter Bedürfnisse gewünscht wird, also ein auf den maximalen materiellen Wohlstand abzielender Lebenstil verfolgt wird. Damit fehlt wiederum das Bedürfnis nach der Errichtung einer entfremdungsfreien Gesellschaft, so daß die von Marx angestrebte Umstrukturierung der Gesellschaft weiterhin unterbleibt.

Es zeigt sich daher, daß die Verelendung im Marxschen Sinne, die nach Ansicht von Marx ein notwendiges Resultat der kapitalistischen Produktionsweise und der damit verknüpften Akkumulation bildet, nicht ausreicht, um auf Seiten der Arbeiter das Bedürfnis nach den von Marx angestrebten gesellschaftlichen Veränderungen hervorzurufen. Notwendig ist deshalb das Auffinden eines anderen Mechanismus zur Generierung dieses Bedürfnisses.

Gesellschaftliche Veränderungen als Resultat der radikalen Bedürfnisse

'Radikale menschliche Bedürfnisse' können vereinfachend als Bedürfnisse bezeichnet werden, die nicht entfremdete, sondern wahrhaft humane Bedürfnisse sind. Die unentfremdeten Bedürfnisse des Menschen zeichnen sich dadurch aus, daß sie hinsichtlich materieller Gegenstände begrenzt sind, während die immateriellen Bedürfnisse umfangreich ausfallen. Im Vergleich zum entfremdeten Menschen findet eine Verlagerung der Bedürfnisse "von der materiellen in die Sphäre der Selbstverwirklichung" statt.(5)

Auch dieser Mechanismus, der gesellschaftliche Veränderungen hervorruft, basiert auf Marx' materialistischer Konzeption. Bei ihm geht es darum, daß die kapitalistische Produktionsweise selbst die 'radikalen Bedürfnisse' generiert, die sie dann allerdings nicht mehr befriedigen kann. Als Reaktion darauf wünschen die Menschen eine neue Gesellschaft, die ihrerseits in der Lage ist, die im Kapitalismus geschaffenen neuen Bedürfnisse zu befriedigen (vgl. Przeworski 1980, S. 181-185). Die mit diesem Mechanismus zusammenhängende Argumentation läßt sich wie folgt skizzieren: Ausgehend von der kapitalistischen Produktionsweise, zwingen deren ökonomische Gesetzmäßigkeiten den einzelnen Kapitalisten zur Einführung von Arbeitsbedingungen, die dem unentfremdeten menschlichen Dasein entgegenkommen und abwechslungsreiche, selbstbestimmte sowie fähigkeitsentwickelnde Betätigungen zulassen. Der Kontakt sowie die positiven Erfahrungen der Arbeiter mit derartigen Tätigkeiten schaffen ihrerseits das Bedürfnis nach der Ausübung dieser Betätigungen, so daß es auf Seiten der Arbeiter zu einem radikalen Bedürfnis', hier dem Bedürfnis nach einer entfremdungsarmen Tätigkeit, kommt. Diese Argumentation läßt sich am besten durch ein bei Marx zu findendes Beispiel verdeutlichen:

Ein Resultat der ökonomischen Analyse von Marx besteht aus der Feststellung, daß innerhalb der kapitalistischen Produktion ein permanenter Zwang zur Veränderung der Produktionsverfahren besteht. Nur durch dauerhafte technische Neuerungen sind die individuellen Kapitalisten in der Lage, die erforderliche Reduktion der Kosten zur Herstellung ihrer individuellen Waren zu verwirklichen. Mit der technischen Veränderung der Produktion verändern sich zugleich die Anforderungen an die Arbeiter. Dadurch ist die "große Industrie" gezwungen, "den Wechsel der Arbeiten und daher möglichste Vielseitigkeit der Arbeiter als allgemeines gesellschaftliches Produktionsgesetz anzuerkennen" (MEW 23, S. 511f). Aufgrund der sich permanent verändernden "Arbeitserfordernisse" ergibt sich für die kapitalistische Produktionsweise die Notwendigkeit, "das Teilindividuum, den bloßen Träger einer gesellschaftlichen Detailfunktion, durch das total entwickelte Individuum, für welches verschiedne gesellschaftliche Funktionen einander ablösende Betätigungsweisen sind" (MEW 23, S. 512), zu ersetzen. Damit sind zugleich jene materiellen Bedingungen gegeben, die durch den Kontakt mit derartigen Tätigkeiten das Bedürfnis der Arbeiter nach solchen Betätigungen hervorrufen und vergrößern:

"Ein französischer Arbeiter schreibt bei seiner Rückkehr von San Franzisko: »Ich hätte nie geglaubt, daß ich fähig wäre, alle die Gewerbe auszuüben, die ich in Kalifornien betrieben habe. ... Einmal in der Mitte dieser Welt von Abenteurern, welche ihr Handwerk leichter wechseln als ihr Hemde, meiner Treu! ich tat wie die andren. Da das Geschäft der Minenarbeit sich nicht einträglich genug auswies, verließ ich es und zog in die Stadt, wo ich der Reihe nach Typograph, Dachdecker, Bleigießer usw. wurde. Infolge dieser Erfahrung, zu allen Arbeiten tauglich zu sein, fühle ich mich weniger als Molluske und mehr als Mensch.«" (MEW 23, S. 51 lf, Fußnote 308).

Somit besteht eine unausweichliche Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise, die im Ergebnis die erforderlichen 'radikalen Bedürfnisse' der Arbeiter generiert. Damit es allerdings tatsächlich zur radikalen Veränderung der bestehenden Gesellschaft durch die Arbeiter kommt, muß in einem letzten Schritt gezeigt werden, daß die kapitalistische Produktionsweise nicht in der Lage ist, die von ihr geschaffenen radikalen Bedürfnisse vollständig zu befriedigen. Diese Problematik wollen wir exemplarisch anhand des menschlichen Bedürfnisses nach disponibler Zeit analysieren.

Das kapitalistische Produktionssystem als Hindernis für die Befriedigung radikaler Bedürfnisse

Freie Zeit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung selbstbestimmter Tätigkeiten sowie für die Entwicklung individueller Fähigkeiten - und erst solche Handlungen stimmen mit der wahren Verwirklichung des menschlichen Wesens überein (vgl. Hildebrandt 1997, S. 42). Im Rahmen der kapitalistischen Produktionsweise sorgt der dort stattfindende technische Fortschritt für eine permanente Reduktion der individuell zu erbringenden Arbeitszeit, so daß die arbeitenden Menschen einen größeren Spielraum für selbstbestimmte, fähigkeitsentwickelnde Tätigkeiten außerhalb der Erwerbsarbeitszeit erhalten. Arbeiter, die mit der freien Zeit in Kontakt kommen und dies als positiv empfinden, entwickeln dadurch ein zunehmendes Bedürfnis nach frei verfügbarer Zeit, so daß sich der "Zeitwohlstand .. zu einem expliziten Bestandteil der Wohlstandskonzeption" (Matthies u. a. 1994, S. 166) entwickelt. Entscheidend ist in diesem Kontext der Umstand, daß das kapitalistische System der Produktion mit seinen technischen Möglichkeiten zwar potentiell in der Lage ist, die Bedürfnisse nach disponibler Zeit zu befriedigen, diese Möglichkeit aber praktisch nicht verwirklichen kann. Wenn aufgrund des technischen Fortschritts die Produktion materieller Gegenstände immer weniger von der direkt angewendeten menschlichen Arbeit abhängt, zieht diese Entwicklung Einkommenseinbußen für den Arbeiter nach sich. Unterstellen wir eine vollautomatische Produktion, bei der die notwendige Arbeitszeit zur Herstellung der zum Überleben der Gesellschaft erforderlichen Güter - inklusive der sie herstellenden Maschinen - Null ist, so bedeutet dies für die Lohnarbeiter die vollkommene Einkommenslosigkeit. Die Arbeiter werden sich gegen ein derartiges Produktionsverfahren wehren, weil es ihnen die Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse unmöglich macht. Marx stellt dazu fest:

"Eine Entwicklung der Produktivkräfte, welche die absolute Anzahl der Arbeiter verminderte, d. h., in der Tat die ganze Nation befähigte, in einem geringem Zeitteil ihre Gesamtproduktion zu vollziehn, würde Revolution herbeiführen, weil sie die Mehrzahl der Bevölkerung außer Kurs setzen würde. Hierin erscheint wieder die spezifische Schranke der kapitalistischen Produktion, ..."(MEW 25, S. 274).

Solange die Einführung dieser Produktionsverfahren mit Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten verbunden ist, werden sich die Arbeiter massiv gegen solche Verfahren zur Wehr setzen. Der Widerstand der Arbeiter unterbleibt nur, wenn die Kapitalisten zur Finanzierung eines Bürgergeldes, einer negativen Einkommensteuer oder anderer, von der individuell erbrachten Arbeitsleistung entkoppelten Einkommensformen herangezogen werden. Wenn die Kapitalisten allerdings Zahlungen an die freigesetzten Arbeiter leisten müssen, entscheiden sie sich wiederum für eine arbeitsintensivere Produktionsweise. Die Arbeiter, für die Transferzahlungen erfolgen, werden dann auch in den Produktionsprozeß integriert. Dies verhindert wiederum die Schaffung von viel freier Zeit für die Arbeiter.

Beide Wege - der Widerstand der Arbeiter gegen die Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste einerseits sowie die Einführung arbeitsintensiver Produktionsverfahren für den Fall, daß die Kapitalisten Transferzahlungen an die freigesetzten Arbeiter leisten müssen - führen im Ergebnis dazu, daß die technisch gegebene Möglichkeit zur Bereitstellung von disponibler Zeit unter den kapitalistischen Bedingungen der Produktion nicht realisiert werden kann.(6)

Die Unmöglichkeit, ein Produktionsverfahren im Rahmen der kapitalistischen Produktion zu implementieren, welches die notwendige Arbeitszeit zur Herstellung der die gesellschaftliche Reproduktion sicherstellenden materiellen Güter gegen Null gehen läßt, beschreibt Marx bereits in den "Grundrissen". Bezüglich einer vollautomatischen Produktion, bei der der Mensch nur noch Funktionen "als Wächter und Regulator" (Grundrisse, S. 592) wahrnimmt, stellt er fest:

"In dem Maße aber, wie die große Industrie sich entwickelt, wird die Schöpfung des wirklichen Reichtums abhängig weniger von der Arbeitszeit und dem Quantum angewandter Arbeit, als von der Macht der Agentien, die während der Arbeitszeit in Bewegung gesetzt werden und die selbst wieder - deren powerful effectiveness - selbst wieder in keinem Verhältnis steht zur unmittelbaren Arbeitszeit, die ihre Produktion kostet, ... Sobald die Arbeit in unmittelbarer Form aufgehört hat, die große Quelle des Reichtums zu sein, hört und muß aufhören die Arbeitszeit sein Maß zu sein und daher der Tauschwert [das Maß] des Gebrauchswerts. ... Damit bricht die auf dem Tauschwert ruhnde Produktion zusammen, ..." (Grundrisse, S. 592f).

Resümierend gelangen wir zu dem Ergebnis, daß das kapitalistische Produktionssystem das Bedürfnis nach disponibler Zeit nur in einem begrenzten Umfang befriedigen kann, weil eine umfangreichere Bereitstellung von freier Zeit mit der Logik der kapitalistischen Produktionsweise unvereinbar ist. Damit liegt ein unentfremdetes Bedürfnis vor, das zwar vom kapitalistischen System der Produktion generiert wird, aber von ihm nicht vollständig befriedigt werden kann. Und dieses Bedürfnis ist es dann, das bei den Menschen den Wunsch nach der Errichtung eines neuen Produktionssystems, welches das neuartige Bedürfnis besser befriedigen kann, entstehen läßt. Damit ist schließlich die subjektive, menschliche Voraussetzung für die Etablierung eines neuen, entfremdungsfreien Systems der Produktion gegeben.

Fazit

Fassen wir die Ergebnisse der Diskussion um die materiellen (objektiven) und die menschlichen (subjektiven) Voraussetzungen für die radikale Veränderung der bestehenden Gesellschaft zusammen, so gelangen wir zum folgenden Resultat: Neben den bekannten materiellen Bedingungen einer hoher Produktivität sind für Marx die menschlichen Bedingungen eines neuen Bewußtseins und neuer, radikaler Bedürfnisse wichtige Voraussetzungen für die Errichtung einer postkapitalistischen Gesellschaftsform. Beide Bedingungen werden nach der festen Überzeugung von Marx notwendigerweise von der kapitalistischen Produktionsweise hervorgerufen, so daß diese Produktionsweise die Voraussetzungen für ihre eigene Abschaffung selbst erzeugt. Wenn die von Marx prognostizierten radikalen gesellschaftlichen Veränderungen noch nicht eingetreten sind, so liegt dies neben der mangelhaften Entwicklung der technischen Produktionsbedingungen auch an dem Entwicklungsstand der menschlichen Bedürfnisse und des menschlichen Bewußtseins. Die radikale Veränderung der Gesellschaft hat noch nicht stattgefunden, weil "weder in der Gesellschaft selbst die materiellen Bedingungen ihrer Umgestaltung, noch in der Arbeiterklasse die organisierte Macht und das Bewußtsein der Bewegung" (MEW 17, S. 557) vorhanden sind. Die Frage nach der Herbeiführung jener materiellen und menschlichen Bedingungen, die für eine Transformation der kapitalistischen Gesellschaft in eine humanere, emanzipatorische Welt zwingend erforderlich sind, stellt nach wie vor ein ungelöstes Problem dar.



© Thieß Petersen, Berlin 1998



Anmerkungen:

1 Vgl. statt vieler MEW 13, S. 8f und MEW 8, S. 139.

2 Generell werden Hervorhebungen im Original dadurch kenntlich gemacht, daß die kursiv wiedergegeben werden.

3 Vgl. dazu statt vieler Marcuse (1975), S. 12f, 17-19, Bahro (1977), S. 304, Gorz (1988), S. 78f und Fromm (199 1), S. 290-297.

4 Richtig ist daher z. B. die Analyse Hofmanns, der die "Lohnverelendung" von der Verelendung trennt und daher die Möglichkeit einer "Verelendung der Arbeitenden trotz steigender Reallöhne" erkennt, vgl. Hofmann (1971), S. 150-156.

5 Ignatieff (1993), S. 139; vgl- dazu Petersen (1997), S. 55-69.

6 Vgl. zu dieser Argumentation Przeworski (1980), S. 182-185. Ähnlich argumentiert Blum, der zu dem Schluß kommt: "Die marktwirtschaftliche Denkmechanik verlangt deshalb letztlich, um dem technischen Fortschritt als job killer zu entgehen, Verzicht auf den technischen Fortschritt und damit Verzicht auf den neuen Schlüssel zum Paradies", Blum (1991), S. 124.

Literatur

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